Mit dem 60. Geburtstag des Brahmsfreundes Hans von Bülow 1890 begann die Geschichte dieser Sammlung:
Hamburger Musikfreunde schenkten dem Dirigenten 10.000 Mark. Er gab sie auf Anregung von Brahms an den Händelforscher Friedrich Chrysander, dem es gelang, dafür einige kostbare Instrumente des Lauten- und Violenmachers Joachim Tielke (1641-1719) für das Museum zu erwerben.
Heute besitzt das Museum etwa 400 europäische und rund 30 außereuropäische Stücke. Der Schwerpunkt liegt bei den auch von ihrer künstlerischen Gestaltung her bemerkenswerten Instrumenten insbesondere aus Hamburger Werkstätten. Neben den Instrumenten Tielkes sind die von Christian Zell (tätig 1722-1741) und der Familie Hass sowie die des venezianischen Meisters Giovanni Celestini (tätig um 1583-1610) besonders kostbar.
Eine bedeutende Bereicherung brachten im Herbst 2000 die über 150, größtenteils spielbaren Instrumente des Hamburger Sammlers Prof. Dr. Andreas Beurmann: Cembali, Spinette, Virginale und Clavichorde des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie Hammerflügel, Tafelklaviere und andere Typen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Fotografie: © Angela Franke